Vom Abrisshaus zum ortsbildprÀgenden Denkmal -
Restauration historischer Bausubstanz fĂŒr Familie und Sammlungen

Wer sammelt und Geschichte betreibt stĂ¶ĂŸt bald an rĂ€umliche Grenzen. Nun gibt es viele Menschen, die mit dem Mund wissen, was zu tun ist. Aber nur wenige darunter, die es auch anpacken:
Ich habe es angepackt!

Mit dem Erwerb des damals abrissreifen historischen Flachter Schultes-Wohnhauses aus dem Jahr 1742 erfĂŒllte sich ein Traum:
ein fĂŒnfgeschossiges hochgestĂ€ndertes Fachwerkhaus, in dem sich frĂŒher im Erdgeschoss der Stall befand, darĂŒber je zwei Wohn- und Speichergeschosse.
Akribisch renovierte und restaurierte ich es innerhalb zehn meiner Lebensjahre (1985-95) als Wohnhaus in Eigenarbeit. Soweit es möglich war, bewahrte ich die vorhandene historische Substanz, erhielt Steinböden, Holzriemen, Sichtfachwerk, TreppenaufgĂ€nge, Fenster, LĂ€den sowie Einbauten bei. Beim Bauen verwendete ich in althergebrachter Technik Lehm, Stroh mit Kuhmist, Kalkputz und regional ĂŒbliche historische Baumaterialien.


Wohnhaus

Sichtfachwerk mit Holzbalkonen

Das Abrisshaus wandelte sich in ein das Flachter Ortsbild prĂ€gendes Denkmal. Nach 15 Jahren wurde das GebĂ€ude, dass nicht nur den gemĂŒtlichen Wohnraum fĂŒr meine fĂŒnfköpfige Familie, sondern auch Platz fĂŒr meine umfangreichen Sammlungen bot, insbesondere fĂŒr letztere zu klein.
Vor allem ca. 2500 Feierabendziegel, 800 GefĂ€ĂŸe und Objekte heimischer Irdenware und Keramiken aus acht Jahrhunderten, sowie die im Untergeschoss gelagerte, mittlerweile auf 10 000 Objekte angewachsene Sammlung von Ammoniten und Versteinerungen aus der Jurazeit schafften nicht nur statische und rĂ€umliche Probleme. Diese Raumnot schrĂ€nkte meine Sammelleidenschaft stark ein. Deshalb entschloss ich mich ein weiteres, abbruchreifes Anwesen in der Nachbarschaft zu erwerben und zu restaurieren.